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02 Dec 2013

Flatrates bleiben Flatrates

Telekom rudert zurück und will Kundenvertrauen zurückgewinnen.
Ende Oktober hat uns das Landgericht Köln eine Geschwindigkeitsreduzierung bei Festnetztarifen, die als Flatrate bezeichnet werden, untersagt. Zugegeben, wir hätten uns kein anderes Urteil gewünscht.

Mehr Transparenz für unsere Kunden
© Telekom
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Ende Oktober hat uns das Landgericht Köln eine Geschwindigkeitsreduzierung bei Festnetztarifen, die als Flatrate bezeichnet werden, untersagt. Zugegeben, wir hätten uns ein anderes Urteil gewünscht. Aber jetzt stur zu sagen, „das machen doch alle in der Branche so“, wäre keine gute Lösung. Deshalb haben wir uns entschieden, dass wir die Kommunikation mit unseren Kunden grundsätzlich besser machen wollen.


 


Unser Deutschlandchef Niek Jan van Damme und Marketing-Geschäftsführer Michael Hagspihl haben heute den Medien erläutert, wie wir mit diesem Urteil umgehen. In einem ersten Schritt werden wir es akzeptieren und legen keine Berufung ein.


 


Wir wollen aber noch weiter gehen: Wir haben das Urteil als Anlass genommen, über unsere Tarife und Kundenkommunikation grundsätzlich noch einmal nachzudenken und einige Weichen neu zu stellen. Wir werden unsere Produkte und unsere Kommunikation in Zukunft transparenter und einfacher machen. Und: Wir wollen die Kunden bei der Gestaltung unserer künftigen Tarife stärker mit einbeziehen.


 


Für alle Kunden, die bereits Festnetz-Verträge mit einer Volumeneinschränkung gebucht haben, gilt: Sie können das Internet auch weiterhin ohne Beschränkung nutzen. Die entsprechende Volumen-Klausel in den Tarifen wird nicht angewendet. Die Kunden müssen dafür nicht aktiv werden. Ab 5. Dezember 2013 ist diese Klausel dann aus allen Festnetztarifen ersatzlos gestrichen. Das werden wir den Kunden auch schriftlich geben.


 


Wir möchten, dass unsere Kunden verstehen, was sie von unseren Tarifen erwarten können. Und wird die Transparenz, die wir so stark betonen, nur für das Festnetz gelten? Sicher nicht. Wir wollen auch unser Mobilfunkportfolio in Zukunft einfacher und besser verständlich machen. Wie das im Detail aussieht, werden wir noch ausarbeiten.


 


Zusätzlich arbeiten wir mit der gesamten Branche intensiv an der Verbesserung der Transparenz zu den Geschwindigkeiten in Festnetz und Mobilfunk. Dafür haben wir der Bundesnetzagentur Anfang September konkrete Vorschläge unterbreitet:



  • So wollen wir branchenweit ein Online-Portal bereitstellen, in dem die Kunden die unterschiedlichen Qualitäten der Anbieter vergleichen können.

  • Für das Festnetz soll ein Messtool entwickelt werden, mit dem die Kunden ihre Geschwindigkeit erfahren können.

  • Im Mobilfunk wollen die Anbieter für die Geschwindigkeitsmessung Apps entwickeln.


 


Die Telekom wird darüber hinaus die Bandbreitenkorridore im Festnetz enger fassen und Kunden bei Vertragsabschluss ein Produktinformationsblatt zur Verfügung stellen, aus dem die verfügbaren Geschwindigkeiten hervorgehen. Aus technischen Gründen können wir aber nicht auf ‚bis zu-Angaben‘ verzichten: Die Bandbreite ist bei jedem Anschluss unterschiedlich, und hängt maßgeblich von der individuellen Länge des Kupferkabels ab. Kupfer dämpft, das heißt mit jedem Meter sinkt die maximal erreichbare Geschwindigkeit. Mit unserem Breitbandausbau sorgen wir aber dafür, dass für viele Kunden große Teile der Kupferstrecken durch Glasfaser ersetzt werden, was deutlich höhere Geschwindigkeiten ermöglicht.


In unseren Tarifen werden wir zukünftig noch stärker auf die unterschiedlichen Anforderungen und Wünsche unserer Kunden eingehen. Für uns bedeutet das auch, dass wir neben den heutigen Flatrates im Festnetz in Zukunft Volumentarife anbieten wollen, die günstiger sind. Wer eine echte Flatrate will, bekommt mehr Leistung und wird dafür auch bereit sein, mehr zu bezahlen. Warum brauchen wir diese Tarifdifferenzierung? Das weltweite Datenvolumen hat sich in den vergangenen fünf Jahren vervierfacht und wird sich nach einer Prognose von Cisco bis 2017 noch einmal verdreifachen: Auf dann 1,4 Zettabyte – das ist eine Zahl mit 21 Nullen. Wir müssen unsere Netze deshalb ausbauen und tun das auch: Allein in den nächsten Jahren investieren wir sechs Milliarden Euro in den Infrastrukturausbau. Als Unternehmen brauchen wir eine Chance, diese Investitionen zurückverdienen zu können. Auch das gehört zur Fairness.

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